TVöD Jahressonderzahlung 2026: Höhe, Prozentsätze und Netto
Die TVöD Jahressonderzahlung 2026 – oft einfach Weihnachtsgeld genannt – wird mit dem Gehalt für November ausgezahlt. Für die meisten Beschäftigten fällt sie spürbar höher aus als im Vorjahr: Mit der Tarifeinigung vom 6. April 2025 steigen die Prozentsätze ab 2026, bei den Kommunen gilt erstmals ein einheitlicher Satz von 85 Prozent für alle Entgeltgruppen. In diesem Ratgeber zum TVöD Weihnachtsgeld finden Sie die neuen Sätze, durchgerechnete Beispiele mit Brutto und Netto sowie die Regeln zu Anspruch, Teilzeit und Kürzung.
Stand: 1. November 2026 · Erstellt und geprüft von der Redaktion TVöD Rechner · Grundlage: § 20 TVöD und Tarifeinigung vom 6. April 2025
für alle Entgeltgruppen, 2025 waren es 51,78 bis 84,51 %
95 % in E1–E8, 90 % in E9a–E12, 75 % in E13–E15
mit dem Novembergehalt, Stichtag für den Anspruch ist der 1. Dezember
Das Wichtigste in Kürze
Ihre Jahressonderzahlung in einer Minute
Entgeltgruppe, Stufe und Steuerklasse eingeben – der Rechner zeigt Brutto, Abzüge und Netto Ihrer Sonderzahlung.
Wie hoch ist die TVöD Jahressonderzahlung 2026?
Die Höhe der TVöD Jahressonderzahlung ergibt sich aus einem Prozentsatz der Bemessungsgrundlage. Welcher Satz gilt, hängt vom Tarifbereich und von der Entgeltgruppe ab:
|
Bereich |
Gruppen |
2025 |
2026 |
|---|---|---|---|
|
VKA |
E1–E8 |
84,51 % |
85 % |
|
VKA |
E9a–E12 |
70,28 % |
85 % |
|
VKA |
E13–E15 |
51,78 % |
85 % |
|
Bund |
E1–E8 |
90 % |
95 % |
|
Bund |
E9a–E12 |
80 % |
90 % |
|
Bund |
E13–E15 |
60 % |
75 % |
|
SuE |
S2–S9 |
84,51 % |
85 % |
|
SuE |
ab S10 |
70,28 % |
85 % |
|
Pflege |
P5–P8 |
84,74 % |
90 % |
|
Pflege |
P9–P16 |
70,48 % |
85 % |
Was sich 2026 ändert
Den größten Sprung machen kommunale Beschäftigte in den höheren Entgeltgruppen: In E13 bis E15 steigt der Satz von 51,78 auf 85 Prozent.
Beim Bund bleibt die Staffelung nach Gruppen erhalten, alle Stufen liegen aber höher als 2025.
Ihre persönliche Zahl liefern der TVöD VKA Rechner und der TVöD Bund Rechner.
Beispiele: TVöD Jahressonderzahlung 2026 brutto und netto
Die Werte stammen aus unserem Rechner mit den Tabellen ab 1. Mai 2026. Annahmen: Vollzeit, ganzjährig beschäftigt, Stufe 3, Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer, gesetzlich versichert, kinderlos. Netto ist der Teil der Sonderzahlung, der nach Lohnsteuer und Sozialabgaben übrig bleibt.
|
Beispiel |
Satz |
Brutto |
Netto ca. |
|---|---|---|---|
|
VKA E5 |
85 % |
2.931,69 € |
1.611,05 € |
|
VKA E9b |
85 % |
3.573,03 € |
1.888,90 € |
|
VKA E13 |
85 % |
4.853,39 € |
2.632,06 € |
|
Bund E5 |
95 % |
3.276,60 € |
1.798,94 € |
|
Bund E9b |
90 % |
3.840,33 € |
2.022,07 € |
|
Bund E13 |
75 % |
4.282,40 € |
2.316,60 € |
|
SuE S8a |
85 % |
3.490,80 € |
1.854,55 € |
|
Pflege P8 |
90 % |
3.626,66 € |
1.932,85 € |
|
Pflege P10 |
85 % |
3.807,32 € |
1.983,22 € |
So lesen Sie die Tabelle
Bemessungsgrundlage ist jeweils das Monatsentgelt der Stufe 3: 3.449,05 € in E5, 4.203,56 € in VKA E9b, 4.267,03 € in Bund E9b und 5.709,87 € in E13.
Mit Steuerklasse III bleibt mehr übrig: bei VKA E9b rund 2.087,90 € statt 1.888,90 €, beim Bund E9b rund 2.239,07 €.
Alle Gruppen und Stufen finden Sie in der TVöD Entgelttabelle. Eigene Rechner gibt es für den TVöD SuE Rechner und den TVöD Pflege Rechner.
Vergleich: TVöD Weihnachtsgeld 2025 und 2026
Weil 2026 sowohl die Tabellenentgelte als auch die Prozentsätze gestiegen sind, wächst die Sonderzahlung doppelt. Brutto, jeweils Stufe 3 in Vollzeit:
|
Beispiel |
2025 (€) |
2026 (€) |
Plus (€) |
|---|---|---|---|
|
VKA E5 |
2.835,40 |
2.931,69 |
+96,29 |
|
VKA E9b |
2.873,80 |
3.573,03 |
+699,23 |
|
VKA E13 |
2.876,04 |
4.853,39 |
+1.977,35 |
|
Bund E9b |
3.320,65 |
3.840,33 |
+519,68 |

Höhergruppierung und Stufenaufstieg im Sommer
Steigen Sie im Juli, August oder September in eine höhere Stufe oder Entgeltgruppe auf, erhöht das den Durchschnitt und damit die Jahressonderzahlung 2026. Ein Aufstieg erst ab Oktober zählt für die Bemessungsgrundlage nicht mehr. Beim Bund richtet sich der Prozentsatz nach der Entgeltgruppe am 1. September, eine Höhergruppierung von E8 nach E9a senkt dort den Satz von 95 auf 90 Prozent. Wie sich ein Aufstieg auf Monatsgehalt und Sonderzahlung zusammen auswirkt, zeigt der TVöD Gehaltsvergleich.
Wer hat Anspruch auf die TVöD Jahressonderzahlung?
Geregelt ist die Jahressonderzahlung in § 20 TVöD. Befristet Beschäftigte und Teilzeitkräfte sind nicht ausgeschlossen. Entscheidend sind drei Regeln:
Stichtag 1. Dezember
Anspruch hat, wer am 1. Dezember in einem Arbeitsverhältnis steht. Wer vorher ausscheidet, erhält in der Regel keine anteilige Zahlung.
Kürzung um ein Zwölftel
Für jeden Monat ohne Entgeltanspruch, etwa unbezahlter Sonderurlaub oder Elternzeit nach dem Geburtsjahr des Kindes. Mutterschutz-Beschäftigungsverbot und Monate mit Anspruch auf Krankengeldzuschuss kürzen nicht.
Einstieg im Laufe des Jahres
Wer am 1. April 2026 in VKA E9b Stufe 3 beginnt, erhält 9/12: 2.679,77 € brutto und rund 1.418,92 € netto. Im Rechner tragen Sie dafür die Anspruchsmonate ein.
So wird die Bemessungsgrundlage berechnet
Maßgeblich ist das durchschnittliche monatliche Entgelt der Monate Juli, August und September. Dazu zählen Tabellenentgelt und ständige Zulagen, nicht aber Überstundenvergütungen, Leistungsentgelt oder andere Einmalzahlungen. Beginnt das Arbeitsverhältnis erst nach dem 30. September, tritt der erste volle Kalendermonat an die Stelle dieses Zeitraums.
Bemessungsgrundlage × Prozentsatz × Anspruchsmonate ÷ 12
Beispiel VKA E9b, Stufe 3
4.203,56 € × 85 % × 12 ÷ 12
TVöD Jahressonderzahlung in Teilzeit
In Teilzeit richtet sich die TVöD Jahressonderzahlung nach dem tatsächlich gezahlten Entgelt in Juli bis September. Eine Änderung der Arbeitszeit vor Juli wirkt sich auf die ganze Sonderzahlung aus, eine Änderung erst ab Oktober nicht mehr. Ihr Ergebnis nach Wochenstunden berechnet der TVöD Teilzeit Rechner.
TVöD-VKA, E9b, Stufe 3
brutto · rund 1.576,72 € netto
Warum vom Weihnachtsgeld netto weniger bleibt
Die Jahressonderzahlung ist steuerlich ein sonstiger Bezug. Der Arbeitgeber ermittelt, wie viel Lohnsteuer auf den Jahreslohn mit und ohne Sonderzahlung anfällt, und behält die Differenz ein. Weil die Sonderzahlung oben auf den Jahreslohn kommt, wird sie mit Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz belastet.
Zusätzlich fallen Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung an, soweit die Beitragsbemessungsgrenzen nicht schon ausgeschöpft sind. Gut die Hälfte der Bruttosumme kommt auf dem Konto an, auch in VKA E13 sind es nur etwa 54 Prozent.
VKA E9b, Stufe 3, Steuerklasse I
|
Position |
Betrag |
|---|---|
|
Jahressonderzahlung brutto |
3.573,03 € |
|
Lohnsteuer |
−907,00 € |
|
Sozialabgaben |
−777,13 € |
|
Netto ca. |
1.888,90 € |
Jahressonderzahlung 2026 auf der Gehaltsabrechnung prüfen
Auf der Abrechnung für November erscheint die Jahressonderzahlung 2026 als eigene Zeile, meist als „Jahressonderzahlung“ oder abgekürzt „JSZ“. Prüfen Sie drei Punkte:
Weicht der Betrag deutlich von unserem Rechner ab, liegt das häufig an Zulagen, einer Änderung der Arbeitszeit im Sommer oder an einem abweichenden Satz im Arbeitsvertrag. Den Satz können Sie im Rechner individuell eintragen. Bleibt eine Differenz, lohnt eine Nachfrage bei der Personalstelle.
Jahressonderzahlung mit dem TVöD Rechner berechnen
Mit unserem Rechner erhalten Sie Brutto und Netto Ihrer Sonderzahlung in wenigen Schritten:
Gruppe und Stufe wählen
Tarifbereich, Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe aus Ihrer Abrechnung übernehmen.
Arbeitszeit und Steuer
Teilzeit in Prozent oder Wochenstunden, dazu Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer und Krankenversicherung.
Sonderzahlung prüfen
Unter „Weitere Monatszulagen und Jahressonderzahlung“ die Anspruchsmonate kontrollieren, bei Bedarf einen eigenen Satz eintragen.
Ergebnis ablesen
Im Bereich „Ihr Jahr“ stehen Jahressonderzahlung brutto, Abzüge und das voraussichtliche Netto.

Der TVöD Rechner deckt alle Tarifbereiche ab – oder starten Sie direkt in Ihrem Bereich:
Häufige Fragen zur TVöD Jahressonderzahlung 2026
Grundlage unserer Angaben zur Jahressonderzahlung 2026 sind § 20 TVöD, die Tarifeinigung für Bund und Kommunen vom 6. April 2025 sowie die Entgelttabellen ab 1. Mai 2026, veröffentlicht vom Bundesministerium des Innern und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Die Lohnsteuer berechnen wir nach dem Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums.
Stand: 1. November 2026 · Erstellt und geprüft von der Redaktion TVöD Rechner. Wie wir Tabellen und Berechnungen prüfen, lesen Sie auf der Seite Über uns. Die Beträge sind Orientierungswerte und ersetzen nicht Ihre Gehaltsabrechnung.
